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Im Winter solo durch Island mit dem Nanok Domus Duo
Für eine Hochland-Skitour im Winter 2009/10 suchte ich ein Zelt, das extrem leicht und trotzdem geräumig ist. Vor allem musste es sehr stabil und von einer Person auch bei Sturm aufzubauen sein. Ich entschied mich für das Nanok Domus Duo.
Wegen Schneemangel musste ich meinen Packschlitten samt einiger Ausrüstung an der Nordküste zurücklassen und mit schwerem Rucksack weitergehen. Hier kam mir das geringe Gewicht des Zelts besonders zugute. Bei stürmisch nasskaltem Wetter und Temperaturen zwischen +2 und -15° C brauchte ich eine Woche bis ins zentrale Hochland. Dort ließ ich das Zelt für acht Tage als Basislager für Bergbesteigungen am selben Ort stehen. Der geräumige Vorraum und die Sitzhöhe in der Mitte des Zelts waren dabei sehr angenehm und trugen entscheidend zur Erholung zwischen den Tagestouren und Etappen bei. Bald zog ein Sturm auf, der zwei Tage und Nächte anhielt. Der Windmesser zeigte bis zu 105 km/h in Böen. Das Zelt war hier sehr laut, wie es für Tunnelzelte im Sturm üblich ist. Der mitgenommene zweite Gestängesatz, für den das Zelt serienmäßig vorbereitet ist, wurde nicht gebraucht. Gut verankert und abgespannt hatte ich immer ein recht sicheres Gefühl in meiner einzigen Behausung, rund 100 km entfernt vom nächsten Menschen. Die Liegelänge erscheint auf den Grundrisszeichnungen kurz, war aber absolut ausreichend (bin 1,78 mit 2,20-Schlafsack).
Das sehr gute Verhältnis zwischen geringem Gewicht und viel Raum kam mir bei meiner dreiwöchigen Tour sehr zugute. Die Lüftung über drei verstellbare Tunnellüfter an der Rückseite und den durchgehenden RV am vorderen Gestängebogen war hervorragend. Die Sturmstabilität war überzeugend. Volle Punktzahl.
Steffen Bloching
Bewertung: [5 von 5 Sternen!] |
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